Was gibt's Neues im hsi?

1. Im neuen Glanz
Im Sommer 2017 haben wir unter Bauleitung von Liz Nicolai unsere Institutsräume in der Villa Schmeil renoviert, ihnen neue Wandfarben und Teppichböden gegönnt, den Eingangsbereich verschönert, die Holzwände und Holzböden aus der Jahrhundertwendezeit geschliffen und geölt, das Organisationsbüro neu strukturiert und ihm einen separaten Empfangsbereich gegeben, in dem sich jetzt immer eine Mitarbeiterin aus dem Organisationsbüro ganz um die Kundenwünsche kümmern kann. Neue Lampen im ganzen Haus sorgen für angenehme „Erleuchtung“.
 

2. Neue Akteure
Im Vorstand ist Rüdiger Retzlaff hinzugekommen und setzt dort seine Akzente. Mit Andrea Ziehm ist im Organisationsbüro eine erfahrene Mitarbeiterin mit langjähriger Berufserfahrung in einer Bank und einer Sprachschule hinzugekommen.
 

3. hsi im Video
Beim Sommerintensivkurs 2017 haben Konstantin Hegewald und Antonia Drews eine Woche lang gefilmt und Interviews mit Teilnehmenden und Dozierenden gemacht. Das auch künsterlisch sehr ansprechende Ergebnis ist auf der Homepage unter www.hsi-heidelberg.com/Das Institut/Galerie/Video zu bewundern.

 

4.Eine intensive Sommerwoche
Seit Mitte der 1980er Jahre finden in Heidelberg systemische Sommer-Intensivkurse statt - anfangs unter dem Dach des Stierlin‘schen Hauses, später u.a. auf dem Schiff, seit 2003 in der Villa Schmeil. Im Jahr 2018 bieten wir drei Gruppen mit unterschiedlichem Profil an. TeilnehmerInnen arbeiten morgens in einer kontinuierlichen Gruppe über die Woche und können an drei Nachmittagen aus insgesamt neun Workshops auswählen. Ein besonderes Highlight: mit Satuila Stierlin und Gunther Schmidt werden zwei berühmte Mit-BegründerInnen des hsi je einen Nachmittagsworkshop anbieten.
 

5. Weiter mit Gefühl
Auch in 2019 setzt das hsi sein Angebot in Emotionsfokussierter Therapie und Beratung fort. Die Emotionsfokussierte Paartherapie (EFT) ist ein erfolgreiches Verfahren, das humanistische und systemische Grundzüge verbindet und sich international einer wachsenden Beliebtheit erfreut. Wir freuen uns, dass Volker Thomas, einer der erfahrensten deutschsprachigen EFT-Therapeuten erneut eine kompakte Einführung in die EFT mit Paaren anbieten wird.
Dominique Holstein aus Bern wird in seinem Seminar eine fundierte und praktische Einführung in die emotionsfokussierte Arbeit mit einzelnen Klienten geben.
 

6. Den Körper nutzen
Das hsi erweitert sein Angebot an körperorientierten Ansätzen. Es ist uns erfreulicherweise gelungen, neben der bereits langjährig vertretenen Elfriede Dinkel-Pfrommer (Somatic Experiencing) mit Halko Weiss (Konflikt und Begegnung) und Roger Russel (Feldenkrais) gleich zwei weitere renommierte Vertreter körperorientierter Interventionen zu gewinnen.
 

7. SYMPA geht weiter
Als Trend können wir sagen:  Systemische Inhouse-Weiterbildungen in die Psychiatrie bringen etwas ins Rollen. In der LWR-Klinik Mönchengladbach und am Zentrum für Psychiatrie Südwürttemberg in Ravensburg-Weissenau  haben sich - nach systemischen Weiterbildungen für MitarbeiterInnen aller Berufsgruppen und Hierarchie-Ebenen von 2014 bis 2017 - weitere Abteilungen gemeldet, mit denen wir im Herbst 2017 schon neue Grundkurse angefangen haben. Im ZfP Südwürttemberg und im Isar Amper Klinikum in Haar gibt es nach dem Basiskurs jeweils einen Aufbaukurs zur systemischen BeraterIn.


8. hsi in China
Im April 2018 reisen Rüdiger Retzlaff und Manfred Vogt vom NIK Bremen nach Beijng und werden dort am Psychiatrischen Universitätskrankenhaus Nr. 5. für die Deutsch-Chinesische Akademie für Psychotherapie (DCAP) einen Kurs in „Systemischer Therapie mit Kindern und Jugendlichen“ durchführen. Liz Nicolai startet mit Kolleginnen und Kollegen im August 2018 mit dem 1. Seminar des SYMPA Curriculums eine zweijährige psychiatriezentrierte Weiterbildung gemischter Berufsgruppen am Mental Health Center in Shanghai. Zum zweiten Mal findet 2018 ferner ein 6-tägiges Selbsterfahrungsseminar mit den TeilnehmerInnen der seit 2011 laufenden berufsfelderübergreifenden zweijährigen systemischen Weiterbildungen von hsi und DCAP in Shanghai statt. Zu dem eingespielten Team dort gehören auch Ulrike Borst, Hartmut Epple, Alexander Korittko, Heike Stammer und Mirko Zwack.
 

9. Pilotprojekt Kinder und Jugendliche mit Zwängen
Mit der Abgabe des Abschlussberichtes im Februar 2018 wurde das von Rüdiger Retzlaff mit Unterstützung der DGSF durchgeführte Pilotprojekt zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Zwängen beendet. Die ermutigenden Ergebnisse sollen in Buchform veröffentlicht werden. Im vergangenen Herbst und im Frühjahr 2018 wurden bereits zwei Kurse am hsi zum Thema „Systemische Therapie bei Ängsten und Zwängen“ von Rüdiger Retzlaff durchgeführt, weitere Kurse werden folgen.
 

10. Seelische Gesundheit im Krankenhaus
Seit Herbst 2017 forscht Jochen Schweitzer mit BMBF-Förderung am Uniklinikum Heidelberg gemeinsam mit Marieke Born, Ulrike Bossmann, Antonia Drews und Julika Zwack über die Frage, wie mittlere Führungskräfte in Krankenhäusern alltägliche Dilemmasituationen bestmöglich bewältigen und an ihrem Arbeitsplatz entscheidungssicher und seelisch gesund bleiben können. An den vier Krankenhäusern des Rhein-Neckar-Kreises werden 2018 und 2019 „Dilemmakompetenz-Trainings-Seminare“ für Oberärzte, Pflegedienstleitungen sowie Verwaltungs- und Serviceleitungen angeboten und evaluiert.
 

11. Kinderschutz: hilfeorientiert und kooperativ
Ansgar Röhrbein engagiert sich gemeinsam mit Birgit Averbeck, Birgit Maschke und anderen KollegInnen innerhalb der DGSF aktuell für eine kritische Diskussion zu einem systemischen Kinderschutz. Ein erstes Ergebnis war bereits das Positionspapier „Plädoyer für die gesetzliche Verankerung eines hilfeorientierten und kooperativen Kinderschutzes“, das im November 2017 entstanden ist (vergl. unter www.dgsf.org/themen/stellungnahmen-1/plaedoyer-kinderschutz ).


12. Systemisch kassenfinanziert?
Seit vielen Jahren bemühen sich die systemischen Fachverbände darum, dass die systemische Therapie in den Kreis jener Psychotherapieverfahren aufgenommen wird, die von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen finanziert werden. Die Veröffentlichung des Abschlussberichtes des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zur systemischen Therapie mit Erwachsenen vom Sommer 2017 ist ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg. Rüdiger Retzlaff hat mit den KollegInnen der Expertisegruppe an weiteren Fachgesprächen und Stellungnahmen mitgewirkt. Auch wenn derzeit nicht abzusehen ist, ob und wann der Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen (G-BA) als entscheidungsbefugtes Gremium das Votum von IQWiG wirklich umsetzen oder eine Entscheidung auf die lange Bank schieben wird (nach dem Motto „more research needed“), scheint eine sozialrechtliche Anerkennung zumindest potenziell in greifbare Nähe gerückt zu sein.


13. Neue Bücher von hsi-LehrtherapeutInnen
Von Christian Firus erscheint 2018 „Der lange Schatten der Kindheit: Seelische Traumata überwinden“ im Patmos Verlag.