| | 2007 „Gesundheitscoaching“ WorkshopsDr. rer. nat. Wilhelm Backhausen D01: Struktur vor Psyche – zu Lasten der Gesundheit?
Das Besondere an komplexen Systemen ist ihre Fähigkeit zur Emergenz. Werden Organisationen nach diesem Vorbild als komplexe Systeme strukturiert, z.B. durch Arbeitsteilung, kann man von vielen Eigenschaften der einzelnen Komponenten, also der Personen, absehen, da die relevanten Eigenschaften und Möglichkeiten der Organisation durch die Struktur der Kopplung bestimmt werden: „Struktur rangiert vor Psyche!“ Dies gilt für die Auswirkungen, nicht für die Wertigkeit.
Was diese Spaltung in Person und Personal bedeutet, nicht zuletzt für die Gesundheit der Mitarbeiter, und wie dabei notwendige Werte berücksichtigt werden können, soll in diesem Workshop betrachtet werden. Dr. Ulrike Günther M01: Gesunde Mitarbeiter durch Organisationsentwicklung?
Die Gesundheit von Führungskräften und Mitarbeitern ist ein unbestrittener Faktor für die Sicherung des betrieblichen Erfolgs. Trotz erfolgreicher Projektbeispiele in der betrieblichen Gesundheitsförderung gelingt es selten, gesundheitsorientiertes (Führungs-) Handeln längerfristig zu erzeugen und als Managementaufgabe zu verankern. Gleichzeitig berühren Organisationsentwickler regelmäßig Fragen der Führung und der Unternehmenskultur. Viele ihrer Denkmodelle kreisen um Überlegungen, die sich in salutogenetischen Ansätzen zu Gesundheitsförderung und Prävention finden. Aspekte gesundheitlichen Handelns werden jedoch bestenfalls gestreift, gehen sie doch in politisch bedeutsamerem Gelände unter.
Der Workshop soll der Frage nachgehen, inwieweit die Veränderung von Arbeitsbedingungen, Verhaltensweisen und Gewohnheiten durch Organisations- und Personalentwicklung präventiv wirkt und zu positiven gesundheitlichen Effekten führt. Der Brückenschlag zwischen Gesundheitsförderung und Organisationsentwicklung wird versucht. Dipl. Psych. Heike Haker und Dipl. Psych. Heiko Engelmann D02: Präventive Effekte von Personal- und Organisationsentwicklung
Betriebliches Gesundheitsmanagement bei DaimlerChrysler
Die Gesundheit als das wichtigste individuelle Gut sowie der Erhalt und Förderung nehmen für DaimlerChrysler einen besonderen Stellenwert ein. DaimlerChrysler ist sich seiner sozialen Verantwortung bewusst und setzt auf ein integriertes Gesundheitsmanagement. Deshalb bietet DaimlerChrysler - auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung - hierzu eine Vielzahl unterschiedlichster Maßnahmen an, von Grippeschutzimpfungen und Check-ups über Angebote aus den Bereichen Ernährung, Sport und Bewegung bis hin zu Stressbewältigungs- und Nichtraucherkursen oder Führungsseminaren. In der betrieblichen Praxis stellen sich hierbei unterschiedliche Fragen, die im Rahmen eines Workshops diskutiert werden sollen:
Wie können bedarfsgerechte Maßnahmen identifiziert und initiiert werden? Wie gelingt es, die Eigenverantwortung der Mitarbeiter zu stärken, damit die diversen Angebote hinreichend genutzt werden? Wie können Einstellungs- und Verhaltensänderungen beim Mitarbeiter und Vorgesetzten erzielt werden? Welchen Stellenwert hat Gesundheitscoaching in der Personalentwicklung? Dipl. Päd. Susanne Hilbig M02: Anregungen zum Selbstcoaching in Phasen des Übergangs
Viele Menschen erleben Übergangsphasen meist als kritische Lebenszeiten. Diese werden je nach Struktur mehr oder weniger anregend freudig aber auch beängstigend und bedrohlich wahrgenommen. Möglicherweise treten Symptome auf. Das Wissen um Möglichkeiten der Gestaltung von Krisen und Übergängen kann Menschen dabei unterstützen, diesen kreativ, aktiv und bewusst zu begegnen.
Im Workshop werden Phasen von Übergängen, Methoden sowie einfache Vorgehensweisen u. a. aus der energetischen Psychotherapie (nach Dr. Gallo) vorgestellt. Menschen in kritischen, belastenden Situationen erhalten Anregung, Wandel mit geistiger Flexibilität zu gestalten.  Dr. sc. hum. Henrik Jungaberle M03: Firma, Familie und Gesundheit - Strategien und "Verträge" im Umgang mit Nikotin, Alkohol, Cannabis & Co.
Die Lust nach Veränderung und Ablenkung, der Ausbruch aus Langeweile und Konventionen sowie die Betäubung von Enttäuschung und Versagen - dies sind nur einige Motive für den Gebrauch von bewusstseinsverändernden Mitteln (psychoaktiven Substanzen). In Familie und am Arbeitsplatz sind Nikotin, Alkohol, Cannabis und Co. wichtige Gesundheitsthemen. Ambivalenz prägt nicht selten den Umgang mit diesem Thema, was oft zu Tabuisierung, Laissez-faire oder Überreaktion führt: Wo lässt sich hier die Gesundheitsbalance finden? Im Workshop geht es um folgende Aspekte, die mit praktischen Übungen und Veränderungskonzepten verbunden werden: Wie erkenne ich bei mir selber, meinen Familienmitgliedern und Arbeitskollegen einen problematischen Umgang mit diesen Substanzen? Welche Funktionen hat der Gebrauch? Wie spreche ich das Thema überhaupt an? Welche Regelkultur passt zu welchem Kontext? Wann und wie überprüfe ich gegebenenfalls diese Regeln? Wann sind "Verträge" mit (jugendlichen oder erwachsenen) Familienmitgliedern sinnvoll, und wie sehen diese aus? Wann sollte ich professionelle Hilfe einschalten? Wie inspiriere ich in Familien oder am Arbeitsplatz eine Veränderungsmotivation? (Grundlagen der motivierenden Gesprächsführung nach Miller und Rollnick) Dr. phil. Dipl. Psych. Christine Kaul und Ulrike Pysall M04: Gesundheitscoaching bei Volkswagen Präsentationen 1 (PDF Format) Präsentationen 2 (PDF Format)
Seit 1995 wird Gesundheitscoaching als gemeinsames Angebot von Gesundheitswesen und Volkswagen Coaching mit hoher Akzeptanz im Unternehmen genutzt. Hinterlegt ist damit die praktische Umsetzung von Gesundheitscoaching mit medizinischen und soziopsychologischen Grundlagen- und Erfahrungswissen aus dem Untenehmen. „Gesundheit“ ist eingebettet in die Unternehmensphilosophie von Volkswagen und im Konzernwert „Höchstleistung“ explizit verankert durch die Feststellung: „Höchstleistung, persönliche Erfolgserlebnisse und Gesundheit gehören zusammen.“ Diesem Gesundheitsbegriff liegt (entsprechend der Ottawa-Charta von 1986) ein umfassendes und zeitgemäßes Verständnis zugrunde. Zum Wesen von Gesundheit gehören körperliches Wohlbefinden (Gesundheit im engeren Sinn), psychische Stabilität (Resilienz und Selbstwertsteigerung durch erfolgreiches Bewältigen von Anforderungen) und uneingeschränkte Leistungsfähigkeit. Gesundheitscoaching bei Volkswagen umfasst weltweit ein mehrstufiges, umfangreiches Angebot. Aus der Praxis mit konkreten Beispielen berichten Frau Dr. Christine Kaul und Ulrike Pysall. Dr. phil. Dipl. Psych. Carmen Kindl-Beilfuß und Dipl. Ing. Mario Kindl D03: Die Seele im schönsten Outfit - Fotografierte Lebensträume als Gesundmacher
Wenn sich der Safe von inneren Erfahrungen öffnet, sich Wege und Landschaften offenbaren, zeigt sich die Seele wie ein Bilderbuch mit Erzählungen, Eindrücken mit Worten und Farben. Sie schwingt in einer Melodie wie ein Plattenspieler, der nicht müde wird, den gesungenen, gejazzten, gerockten oder einfach improvisierten Lebensrhythmus immer und immer wieder abzuspielen, um das Weitergehen zu begleiten. Die eigene Melodie finden, sich bewegen, sich zeigen, die schönsten Bilder der Seele wie ein Kleid oder einen Anzug tragen, noch mehr die/der sein, die/der man lange ist...und in lebensgroßen Bildern seine eigenen Worte lesen, sein eigenes Lächeln spüren, Kraft tanken, dem Traum zum Anfassen nah sein....und aus dem anfänglichen Durcheinander entsteht Schritt für Schritt im künstlerischen Dialog mit der Kamera ein selbst gestalteter Lebenstraum, Bilder zum Gesundsein, zum Aktivsein und zur Umarmung der Zukunft. Dipl. Sportwiss. Rolf Krizian Morgendliche Einstimmung – Taijiquan
Es werden einfache Übungen aus dem Bereich der inneren Kampfkunst Taijiquan vorgestellt und gemeinsam in der Gesamtgruppe geübt. Die TeilnehmerInnen sollen sich dadurch körperlich wie mental in eine für den Tag zieldienliche Trance bringen. Wir bieten diese bewegungsmeditativen Sequenzen als ein Morgen-Ritual an, mit denen man sich selbst und wechselseitig mit einem Partner in gewünschte Flow-Zustände trancen kann, so dass der Forumstag energiereicher und schwungvoller gestaltet werden kann. Darüber hinaus erfahren die TeilnehmerInnen wie symbolische, metaphorische und spielerische Interventionen eine "Wohlspannung" und damit die Gesundheit und Lebens-Balance fördern können. Für eine optimale Kooperation zwischen den willkürlichen - und den unwillkürlichen Fähigkeiten ist es förderlich, den Weisheiten/Bedürfnissen des Organismus nachzukommen. So wird der Fokus auf bisher "verborgene" Kompetenzen gelegt, die Gegenwart (das Hier und Jetzt) kraftvoller gestalten lassen. Dipl. Sportwiss. Rolf Krizian M05: Sich selbst den Rücken stärken – Effektive Life-Balance-Kommunikation mit dem wissenden Körper mit Taijiquan und hypnosystemischen Ansätzen
Der Körper - und insbesondere der Rücken - ist ein wertvoller Erfahrungs- und Kompetenzspeicher. Es ist eine Kunst, dieses Wissen sinnvoll, selbst für schwierigste Aufgaben, nutzen zu können.
Ziel des Workshop ist es, die wertvollen und einzigartigen Ressourcen des "wissenden Körpers" schnell und auch nachhaltig wirksam mit erfolgsgeprüften Übungen aus dem Bereich des Taijiquan zu aktivieren.
Im Workshop wird die Integration dieser neu gewonnenen "Körper-Kraftwerke" durch Techniken aus dem hypnosystemischen Konzept von Dr. Gunther Schmidt in die verschiedenen Kontexte des Alltags simuliert. Rolf Krizian, international bekannter Taijiquan-Lehrer und Experte in den hypno-systemischen und NLP-Konzepten, vermittelt, wie körperliche und geistige Prozesse durch spezifische äußere und innere Bewegungs-Interventionen in optimale Synergie gebracht werden.
Im Workshop selbst werden Übungen und Strategien vermittelt, wie körperliche Symptome zur Aktivierung von brauchbaren Lösungsideen nutzbar gemacht werden (Taijiquan als Lösungs-Gymnastik). Durch die Integration der kraftvollen Bewegungen in den Alltag, kann es gelingen häufiger Rückgrat zu zeigen. In vielen klassischen therapeutischen Konzepten stehen entweder körperbetonte oder geistige Techniken im Vordergrund. Das System der natürlichen Bewegung, das in diesem Workshop vorgestellt wird, ist eine optimale Synthese von erprobten mentalen sowie körperorientierten Focusierungstechniken.  Dr. Natalie Lotzmann und Dipl.-Päd. Dipl.-Psych. Louise Beisel D04: Synergien zwischen systemischer Beratungskompetenz und ganzheitlichem betrieblichem Gesundheitsmanagement unter besonderer Berücksichtigung der Work-Life-Balance bei SAP
Komplexe anspruchsvolle Aufgaben mit hohen Anforderungen hinsichtlich Veränderungsdruck, Ergebnisqualität, Flexibilität, Mobilität und Eigenverantwortung kennzeichnen die psychomentalen Belastungen im Arbeitsalltag der überwiegend akademischen Mitarbeiter des Weltmarktführers für Unternehmenssoftware. Um den besonderen Herausforderungen in einem Hochleistungsumfeld zu begegnen, setzt SAP u.a. auf eine Vielzahl personalwirtschaftlicher und gesundheitsrelevanter Massnahmen, z.B. Vertrauensarbeitszeit und Arbeitszeitkonten, Kinderbetreuung, Work-Life-Balance Programme, Sport-, Fitness-und Recreation Angebote, Health Coaching, Psychologische On-site Beratung und Coaching.
In diesem Workshop werden die möglichen Synergien zwischen interner und externer Psychologischer Beratung an Hand von Fallbeispielen dargestellt und vor dem Hintergrund des Erhaltes von Leistungsfähigkeit und Lebens Balance beleuchtet. M.A. Anna Matzenauer Morgendliche Einstimmung - Meditation
Mit Hilfe der Meditation lernen wir uns zu entspannen und gleichzeitig klar und wach zu werden. Diese „kleinen Sitzungen der Achtsamkeit“ – gelenkt vom Atemrhythmus und der Stille - haben einen deutlichen Einfluss auf unser unmittelbares Arbeiten, Wirken, Erleben und Empfinden. Wir entwickeln dadurch im Alltag mehr Gelassenheit und Konzentration aufs Wesentliche. Der (Streß-)Tunnelblick wird geweitet, und wir kommen mehr und mehr zu uns. Dabei sind die Gedanken und Gefühle, die auftauchen kein Hindernis, sondern das Material mit dem wir arbeiten.
Das Ziel der Meditation ist also nicht in einen Glücklichkeits-Kokon zu flüchten oder einen gedankenfreien Raum zu erzeugen, sondern das zu betrachten und kennen zu lernen, was man bereits ist.  Dr. med. vet. Brigitte Michaelis D05: Farbwechsel – Die Lehre der fünf Elemente aus der traditionellen chinesischen Medizin und ihre Anwendung für die Begleitung von Veränderungsprozessen
Der philosophische Ansatz der traditionellen chinesischen Medizin, insbesondere die Farbenlehre, sowie das Spiel mit geometrischen Formen und Bildern aus der Natur, werden genutzt, um einzelne Personen oder auch Gruppen während ihres Veränderungsprozesses zu begleiten. Es werden Möglichkeiten geboten, auf der metaphorischen Ebene, auf der Ebene von Körpererfahrung und Intuition, sowie auf der kognitiven Ebene Erfahrungen zu machen, diese mit vorhandenen Ressourcen zu verknüpfen und in den Alltag zu integrieren.
Im Workshop lernen die TeilnehmerInnen einfache Methoden wie Noticing, bewährte Klopfpunktfolgen aus der energetischen Psychotherapie nach F. Gallo und die psychologischen Hintergründe der Meridiane kennen, mit ihnen zu arbeiten und sich wieder mehr von ihrer Intuition leiten zu lassen. Prof. Dr. sc. hum. Dipl. Psych. Elisabeth Nicolai M06: Resilienz braucht Rituale: wie wir das Gesundwerden und Gesundbleiben unterstützen können
Wie wir gesund werden oder gesund bleiben hängt u.a. grundlegend mit den Ressourcen zusammen, die wir nutzen, um unser Leben mit allen Höhen und Tiefen zu meistern. Wir tragen eine Vielzahl an Ressourcen in uns, um die eigene körperliche und psychische Widerstandskraft zu stärken. Selbstwirksamkeitsüberzeugungen, aktive Problemlösungen, Sinnzuschreibungen zu Lebens-ereignissen, soziale Netzwerke, Optimismus gelten als salutogene und resiliente Haltungen.
Im Workshop wird es um Resilienz und Salutogenese vor dem Hintergrund eigener Geschichten, Haltungen und Überzeugungen gehen und darum, wie wir sie persönlich und in der therapeutischen Arbeit mit Klienten entdecken, weiterentwickeln und verändern können. M. A. Matthias Ohler und Dr. phil. Thomas Stölzel M07: Philosophische Kompetenz, Gesundheit und Wohlgefühl“
Die Frage nach der eigenen Gesundheit und nach eigenen Gesundheitserfahrungen eröffnet wichtige Möglichkeiten der Selbsterkenntnis. Zumal in unserer Lebensart der Umgang mit Krankheit(en) weit vertrauter und verbreiteter erscheint als mit dem, was als deren Gegenteil gilt. Der Philosoph Hans-Georg Gadamer beschreibt Gesundheit als etwas Verborgenes, das man zumeist nicht bemerkt, wenn es da ist. Andererseits wird die Aufforderung ausgegeben: Man solle auf seine Gesundheit achten, sie pflegen, gar sie zu erhalten versuchen. Diesem scheinbaren Widerspruch nähern wir uns sowohl über eine existenzielle Befindlichkeit, die in unserer sog. Leistungsgesellschaft eher unterschätzt wird: dem Wohlgefühl (nicht zu verwechseln mit den gängigen Begrifflichkeiten „Wellness“, „Fitness“ oder „Work-Life-Balance“), als auch über wichtige philosophische Kompetenzen wie Staunen, Mut, Humor und Skepsis. Die Verbindung dieser Zugangsweisen ermöglicht es, eigene Erfahrungen direkt und wirksam einzubeziehen und neue, bislang ungenutzte Ressourcen und Perspektiven zu eröffnen. Annette Porcher-Spark und Eva Edelhäuser D06: Bonnie und Clyde im Strom des Lebens – Genderaspekte im Gesundheitscoaching
Gender-Forschung beschäftigt sich mit Unterschieden und Gemeinsamkeiten von Männern und Frauen, die durch die Einflüsse der Kultur, des sozialen Umfelds und der individuellen Erfahrungen entstehen können. Auch in der Schulmedizin wird seit einiger Zeit (endlich!) zur Kenntnis genommen, dass Genderaspekte bei der Entstehung und in der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen eine wichtige Rolle spielen. Nach einer kurzen Einführung in die aktuellen Forschungsergebnisse zu den Themen „Männerleiden“ „Frauenleiden“ und den geschlechtsspezifischen Unterschieden in Diagnostik und Therapie werden im Workshop Ideen und Anregungen vorgestellt, wie geschlechtersensible Sichtweisen von Gesundheit und Krankheit das Angebot für Männer und Frauen im Gesundheitscoaching bereichern können. Dabei sollen auch die persönlichen Erfahrungen der TeilnehmerInnen mit dem Thema Gesundheit genutzt und durch die Fokussierung auf Genderaspekte im salutogenetischen Ansatz u.a. folgende Fragen diskutiert werden. Wie kann der Schwimmstil von Frauen und Männern im Strom des Lebens beschrieben werden? Welche „typisch weiblichen“ und „typisch männlichen“ Fähigkeiten sind hilfreich für die Konstruktion des Kohärenzgefühls? Dipl. Psych. Rüdiger Retzlaff M08: Aktivierung der inneren Stärke / Resilienz in widrigen Lebenslagen
Trotz widriger Lebensumstände gelingt es vielen Menschen, die in schwierigen Lebensverhältnissen aufwachsen oder Krankheiten und Behinderungen haben, ein erfülltes Leben zu führen, über sich hinauszuwachsen und eine sinnhafte, lebensbejahende Haltung zu entwickeln. Unter Bezug auf Erickson, Walsh und Antonovsky und eigene Forschungsergebnisse zur Kohärenz von Familien sollen Konzepte der Resilienz, der Ressourcen und der Kompetenzforschung vorgestellt, empirische Befunde diskutiert und hypnotherapeutische und systemische Strategien der Kompetenzförderung und Ressourcenaktivierung mit den TeilnehmerInnen erarbeitet werden. Im Vordergrund stehen dabei Wege praktischen Umgangs im persönlichen und beruflichen Bereich. Sabine Rittner M09: Trance als Quelle der Kraft und Inspiration: Schamanische Trancetechniken für Coaching und Selbstmanagement
Dieser Workshop bietet die Möglichkeit, über den Weg intensiver Eigenerfahrung in einem ritualisierten, schützenden Setting das kreative, bewußtseinserweiternde Potenzial von klanginduzierten, ekstatischen Trance-Zuständen kennenzulernen. Mit den von der Anthropologin Prof. Felicitas Goodman wiederentdeckten "rituellen Körperhaltungen" lassen sich die Tore zur Wahrnehmung einer anderen oder erweiterten Wirklichkeit öffnen. Es handelt sich bei dieser Methode um einen uralten, ursprünglich schamanischen Pfad zu archaischen Schichten des Bewusstseins, der sich sehr erfolgreich in moderne Coachingkontexte integrieren läßt. In diesen Ritualen können wir in einem rhythmisch stimulierten ekstatischen Trancezustand u.a. Visionen erleben und überraschende Antworten auf gestellte Fragen geschenkt bekommen. Ausgehend von den konkreten Erfahrungen der Teilnehmer/innen wird im zweiten Teil des Workshops eine kurze Einführung in Theorie und Praxis der rituellen Arbeit mit veränderten Bewußtseinszuständen gegeben. Hierbei können Fallbeispiele einfließen und auf Wunsch Erkenntnisse aus einem Forschungsprojekt, das von der Referentin an der Universitätsklinik Heidelberg zum Thema durchgeführt wurde. Es bleibt genügend Raum für Fragen und für Austausch im gemeinsamen Gespräch.
Es ist empfehlenswert, mit bequemer Kleidung und ohne allzu vollen Magen zum Workshop zu kommen.  Dr. Thorsten Scherf M10: Strategien für eine umfassende betriebliche Gesundheitsförderung - Erste Ergebnisse eines Pilotprojekts der CILAG AG
Das Projekt Vital ist der erste Schritt für die Verankerung eines Gesundheitsmanagements in die Unternehmenskultur der CILAG AG. Die Implementierung eines solchen Prozesses folgt einem Top-Down-Prinzip und ist somit zu Beginn eine Management-Aufgabe. Das Projekt Vital richtet sich in dieser Phase an das gesamte Management inklusive der Leadership-Pipeline. Ziel ist eine Sensibilisierung für das Thema Gesundheit und steht damit in enger Verbindung zum Absenzen-Management. Vital gliedert sich in zwei Teile: (1) eine Online-Befragung zu Ressourcen und Belastungen am Arbeitsplatz; (2) eine Seminar-Reihe zur Umsetzung von gesundheitsförderlichem Führungsverhalten. Vital beruht auf dem Salutogenese-Konzept von Antonovsky und nutzt in der Online-Befragung ausschließlich validierte Fragebögen (z. B.: Effort-Reward Imbalance und Maslach Burnout Inventory).
Im Workshop erhält jeder Teilnehmer eine ausführliche Rückmeldung über seinen aktuellen Gesundheitszustand und liefert der Personalabteilung – in anonymisierter Form – einen Überblick über den Belastungsgrad des Managements. Dr. phil. Bernd Schmid D07: Arbeiten mit Träumen im Coaching
Mit Träumen kann in weit mehr Beratungssituationen sinnvoll gearbeitet werden als meist angenommen wird. Auch können viel mehr Menschen kompetent mit Träumen arbeiten als manche Schulen glauben machen wollen. Die Sprache der Träume ist universell und braucht oft lediglich mehr Aufmerksamkeit, damit über sie vielfältige Lebenserfahrungen und Sinnmöglichkeiten in das professionelle Arbeiten Eingang finden können. Träume können als Anlass für schöpferisches Arbeiten auf vielen Ebenen und für bildhafte intuitive Dialoge genutzt werden.
In diesem Workshop wird Ihnen am Beispiel eines Coachingverlaufs mit einer Topführungskraft die Nutzung von Träumen im Coaching nahe gebracht. Die Teilnehmer können sich Bilder von der Wirklichkeit des Kunden, von Entwicklungsanliegen und vom Fortschritt der Beratung machen und diskutieren. Die Nutzung von Träumen als Verstehenshilfe wie auch als kreative Methode kann so erfahren werden. Dipl. Psych. Hanne Seemann D08: Freundschaft mit dem eigenen Körper schließen - Psychosomatische Störungen als Protest und Forderung
Manche Menschen kommen mit einem empfindsamen Nervensystem auf die Welt, das schon auf „ganz normale“ Belastungen mit einer Störung reagiert. Sie haben aber andererseits mit diesen unwillkürlichen funktionellen Reaktionen einen guten Ratgeber, der sie aufmerksam macht, wenn ihr Leben in wichtigen Bereichen aus der Balance geraten ist. Denn der Körper hat seine eigene Weisheit. Er merkt nicht nur, was ihm selbst gut oder schlecht bekommt, er scheint auch aufmerksam dafür zu sein, ob wir in eine unbekömmliche Lebensform hineingeraten sind. Wenn er dann mit schmerzhaften oder behindernden Symptomen protestiert, bzw. um Hilfe ruft, verstehen wir ihn oft nicht und möchten die Störung schnell loswerden. Psychosomatische Störungen sind aber sehr hartnäckig und reagieren auf Medikamente und somatische Therapie langfristig nicht. Es gilt, die Kommunikation mit dem eigenen „Körper“ – der hier als Metapher für alle unwillkürlichen körperlichen und psychischen Funktionen benutzt wird – aufzunehmen, ihn als Freund anzuerkennen und sich ihm auch als Freund zu erweisen – ihn nicht zu versklaven und zu missachten, ihm aber auch nicht hypochondrisch zu misstrauen. Beate Ulrich D09: Life's a journey – Coaching für die Wechseljahre
In Deutschland sind zur Zeit ca. 5 Millionen Frauen in den Wechseljahren. Hinter den Türen der ärztlichen Praxis wird den Frauen vermittelt, dass es sich bei den Wechseljahren um eine Krankheit handelt, die medizinischer Begleitung bedarf und mit Hormonen leicht überstanden werden kann. Nicht sehr verwunderlich, dass auch die Sprache ausgesprochen defizitär ist. Diese rein Körper bezogene Sicht auf die Wechseljahre verstellt den Blick auf andere Aspekte: kulturelle, seelische, soziale, ethische, und gesellschaftliche Sichtweisen auf diese Lebensphase bleiben außen vor. Nur langsam rückt ins Bewusstsein aller, dass die Wechseljahre der Anfang einer langen spannenden Reise und die Ouvertüre zu einer neuen, kreativen Lebensphase sein können.
In diesem Workshop wollen wir gemeinsam herausfinden, wohin diese Reise gehen kann. Möchten wir so weiterleben wie bisher? Oder unserem Leben eine fundamentale Wendung geben? Welche Möglichkeiten liegen in den Veränderungen? Wie wirken sie sich auf die weitere Lebensgestaltung aus? Wie finden wir die dafür passende Lebensform? Und vor allem: Welche Schritte bringen uns unserem Ziel näher? Frei nach dem Motto: Ich packe meinen Koffer … Nur für Teilnehmerinnen Prof. Dr. rer. soc. Dipl. Psych. Jochen Schweitzer und Dipl. Psych. Juliane Zwack M11: Der Rhythmus, wo ich immer mit muss - Die Taktung von Eigenzeit und Unternehmenszeit
Einzelne Menschen ebenso wie größere soziale Systeme (Paare, Familien, Teams, Unternehmen) folgen einer für sie charakteristischen "Eigenzeit", mit je eigenen Vorlieben, was Tempo, Häufigkeit, Rhythmik und Dauer von Handlungen sowie deren interpersonelle Abstimmung betrifft. Jeder einzelne Mensch muss an den Schnittstellen zwischen seinen verschiedenen sozialen Systemen diese unterschiedlichen Eigenzeiten möglichst gut ausbalancieren, um nicht "unter Druck" oder "aus dem Takt" zu geraten. Für die Gesundheit wie für die Produktivität ist die betriebliche Zeitkoordination besonders entscheidend. Nach einem kurzen Startreferat ("Zeit als sozialer Sprengstoff") werden wir in mehreren geleiteten Übungen mit den Teilnehmern Wege erarbeiten, wie "Rhythmuskonflikte" in Unternehmen aus der Mitarbeiterperspektive und/oder aus der Unternehmensperspektive gelöst werden können. Mechthild Weber und Gabi Lambert Seeliger D10: Rhythmisch leben - neue Möglichkeiten
Wenn wir unseren Rhythmus leben, fühlen wir uns lebendig, beschwingt und aufgehoben. In körperlichen und/oder seelischen Krisen scheinen wir ihn zu verlieren. Wie kann rhythmisches Wissen am Arbeitsplatz in der Kommunikation mit anderen genutzt werden? Die Taketina - Methode ermöglicht jedem Menschen, sich selbst als rhythmisch zu erleben. Im Gruppenprozess wird erfahrbar, wie Individuum und Kollektiv miteinander verbunden sind, in Partnerübungen, wie Menschen sich nonverbal in vielschichtigen Rhythmen begegnen. Voneinander getrennte Schichten der Wahrnehmung beginnen miteinander zu kooperieren: Denken und Fühlen, intuitives Ahnen und kognitives Handeln, Aktivität und Passivität, äußere Bewegung und innere Stille. Die Gleichzeitigkeit von rhythmischer Ordnung und rhythmischem Chaos lehrt, im richtigen Moment loszulassen und im richtigen Moment zuzulassen. So bietet Rhythmus die Möglichkeit, sowohl die eigenen Energiequellen zu aktivieren als auch Gemeinschaftsgefühl und Teamgeist zu fördern. Ute Westerhoff D11: Gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung“ als Baustein im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements – Aktivitäten des BKK Bundesverbandes Poster,
Konzept 1,
Konzept 2,
Nachdruck,
Artikel - (PDF Format)
Der Bundesverband der Betriebskrankenkassen engagiert sich seit den Achtziger Jahren sehr intensiv auf dem Gebiet der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Dabei verstehen sich Betriebskrankenkassen gestern und heute als Partner der Unternehmen und arbeiten intensiv daran, über die enge Kooperation von Betriebskrankenkassen und Unternehmen oder Verwaltungen im positiven Sinne auf die Gestaltung von Arbeitsbedingungen und die Gesundheit der Mitarbeiter Einfluss zu nehmen. Dabei beschreitet der BKK BV unterschiedliche Wege. Neben der betrieblichen Gesundheitsberichterstattung, der Einrichtung von Arbeitskreisen Gesundheit, den Gesundheitszirkeln, den Arbeitsplatzprogrammen, Check-up Programmen etc. wurden in den Neunziger Jahren Seminarkonzepte für Führungskräfte u.a. zur „Gesundheitsgerechten Mitarbeiterführung“ entwickelt. Hintergrund war die Erkenntnis, dass betriebliche Gesundheitsförderung eine Führungsaufgabe ist und Führungskräfte diesbezüglich sensibilisiert werden und Gelegenheit erhalten sollen, sich auf diesem Gebiet weiter zu entwickeln.
Im Rahmen des Workshops soll das Konzept sowie die Verbreitung der Idee von „Gesundheitsgerechtem Führen“ dargestellt und Austausch und Diskussion zum Thema angeregt werden. Dr. phil. Elisabeth Wienemann M12: Coachinginstrumente für ein individuelles und betriebliches Gesundheitsmanagement Präsentationen (PDF Format)
Der Faktor Mitarbeitergesundheit gewinnt in Unternehmen und Verwaltungen mit dem Ausbau des betrieblichen Gesundheitsmanagements an Bedeutung. Von den Beschäftigten werden verstärkt Initiativen und Aktivitäten zur Erhaltung der Gesundheit und zur Gesundheitsförderung erwartet. Für Führungskräfte wie Mitarbeiter/innen heißt das, die eigenen Gesundheitskompetenzen weiter zu entwickeln und sie für die individuelle Gesunderhaltung wie für die Gestaltung einer gesünderen Arbeitssituation einsetzen zu können. In Coachingprozessen lassen sich Instrumente einsetzen, die dazu geeignet sind, die individuellen Handlungsperspektiven zu erweitern und die systembezogenen Handlungsmöglichkeiten zu unterstützen. Das psychologische Stresskonzept, das Modell der Salutogenese und der belastungs- und ressourcenorientierten Geschäftsprozessanalyse haben sich z.B. in Coachings mit Einzelpersonen und Gruppen hervorragend bewährt. |
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