| | 2009 „Frauencoaching – Frauen und Lebenswelten“ Musik und Bewegung
Angelika Faber Das Spiel der fünf Tiere – Qigong-Übungen zum Tagesbeginn Seit alters her übt ein Teil der Bevölkerung Chinas Qigong am frühen Morgen in den Parks, um den Tag fit, ausgewogen und gelassen zu beginnen. Die ruhigen, fließenden Bewegungen, in Achtsamkeit ausgeführt, ermöglichen eine vertiefte Atmung, entspannen und korrigieren die Haltung. Sie wirken energiestärkend und besänftigen den oft unruhigen Geist. In der Qigong-Reihe „Das Spiel der fünf Tiere" (Hwa-Tuo's System: Wu-Hzin-Dao-Yin), mit dem wir den Tag beginnen, imitiert die übende Person spielerisch einzelne Tierbewegungen, deren Wesensqualitäten, z. B. Elastizität, Kraft und Ruhe (Tiger) erlebbar wird. Die imaginierten Tierbilder sind: Bär, Tiger, Reh, Affe und Kranich. In der Traditionellen Chinesischen Medizin haben die Übungen gleichzeitig eine Entsprechung zu den Funktionskreisläufen (5 Elemente-Theorie), dem Qrgansystem und dem seelischen Bereich des Menschen. So bewirken die Übungen, z.B. der Bärin, Erdverbundenheit, Standfestigkeit aber auch Wendigkeit und nehmen dabei einen stärkenden und regulierenden Einfluss auf die Organe Magen, Milz und Pankreas; sie bilden das „Erd-Element“. Oft stehen sich dabei für uns kontroverse Aspekte gegenüber: Spannkraft und Achtsamkeit versus Anmut und Gelassenheit – Reh (Leber-Gallenblase, Holz-Element), Struktur versus Durchlässigkeit – Kranich (Dickdarm-Lunge, Metall-Element), Erfahrung und Erinnerungsvermögen versus Experimentierfreude und Humor – Affe (Herz-Dünndarm, Feuer-Element). Qigong Übungssysteme werden besonders in der Rehabilitation eingesetzt und wirken auch als Prophylaxe energieanreichernd und regulierend.
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