Systemische Mediation 2022

An wen richtet sich die Weiterbildung?

Bevorzugt angesprochen sind Personen, die in psychosozialen, psychiatrischen und beratenden Einrichtungen Supervision und Mediation anbieten, z. B. ÄrztInnen, PsychologInnen, SozialpädagogInnen, SozialarbeiterInnen, SozialwissenschaftlerInnen, LehrerInnen, TheologInnen. 

Weiterbildungskontexte

Im psychosozialen Feld nimmt die Nachfrage nach systemischer Mediation weiter zu. So wächst auch der Bedarf an qualifizierten Weiterbildungsangeboten sowohl auf individueller wie auch auf institutioneller Ebene. Gerade im institutionellen Bereich kommen mehr und mehr Nachfragen nach systemischer Mediation auch von Institutionen, die nicht primär systemisch ausgerichtet sind, da die Nützlichkeit des systemischen Ansatzes vor allem im schulenübergreifenden und multiprofessionellen Arbeitskontext in wachsendem Maß erkannt wird.

Weiterbildungsstruktur

Der Umfang der Weiterbildung erfüllt die Richtlinienanforderungen der SG und setzt sich wie folgt zusammen:

  • 100 WE Theorie und Methoden
  • 50 WE Selbsterfahrung
  • 50 WE Supervision
  • 50 LE dokumentierte Praxis
  • 50 LE Eigenarbeit, Literaturstudium oder Intervision

Dies entspricht einem Gesamtumfang von 300 WE/LE

Das Curriculum ist aufgebaut

  • in 4 Blöcke á 4 Tage (3 Tage Theorie und Methodik, je 1 Tag Supervision und Selbstreflexion)
  • in 2 Blöcke á 3 Tage (ein Block berufsbezogene und personale Selbsterfahrung und ein Block Supervision).

Im Rahmen dieser Weiterbildung erarbeiten die TeilnehmerInnen insgesamt 100 UE Theorie und Methodik sowie 50 UE Supervision bzw. 50 UE Selbsterfahrung. Eigenarbeit (50 UE) und dokumentierte Praxis (50 UE) sind selbstorganisiert zu erbringen.

Weiterbildungsinhalte Mediation

Mediation wird als Verfahren außergerichtlicher Konfliktregelungen vorgestellt, das sich vor allem durch Freiwilligkeit aller Beteiligten, Ergebnisoffenheit des Prozesses und durch Allparteilichkeit der MediatorIn charakterisieren lässt. Systemische Mediation sieht Konfliktsysteme in einem größeren gesellschaftlichen Zusammenhang und interessiert sich vor allem für Konfliktmuster und Konfliktlösungsstrategien. Sie arbeitet in erster Linie an der Neugestaltung von Regeln und eröffnet unerwartete Lösungsräume.

Themenschwerpunkte Mediation

Grundsätzlich findet ein Transfer systemischer Grundlagen-Kompetenzen auf die Anwendung im Bereich der Konfliktberatung und Mediation statt. 

  • Grundlagen Kompetenzen der Mediation
    Einführung in die Basiskonzepte, Geschichte der Mediation, Anwendungsbereiche, Konflikttheorie; Grundannahmen, Leitbilder und Prinzipien; Recht der Mediation und Rolle des Rechts in der Mediation. 
  • Prozessdesign-Kompetenzen
    Ablauf und Rahmenbedingungen, Systemische Modelle für Analyse, Hypothesenbildung und Intervention bei Mediationsanliegen, Konfliktmanagement, Phasen und unterschiedliche Settings der Mediation 
  • Methodische Kompetenzen 
    Ressourcen- und Lösungsorientierte methodische Kompetenzen, Kontraktgestaltung, Zielklärung. Evaluierung der einzelnen Mediationsphasen bzw. Prozessentwicklungsphasen. Methodenvielfalt und Kreativitätstechniken.
  • Personale Kompetenzen
    Rollenverständnis als Mediator*in; Selbstreflexion des eigenen Profils und der eigenen beruflichen Entwicklung; ethische Haltungen; Umgang mit eigener Konflikterfahrung und eigenen -mustern und deren Bedeutung für die Rolle als Mediator*in. 

Hier finden Sie nähere Informationen zum Download als pdf

Aufnahmevoraussetzungen Mediation

  • Hochschul- oder Fachhochschulabschluss im Bereich der Humanwissenschaften, eine juristische Ausbildung (2. Staatsexamen) oder eine vergleichbare Qualifikation (Ausnahmen sind in begründeten Fällen möglich, z. B. bei qualifiziertem Berufsabschluss im psychosozialen Bereich und mind. 3-jähriger Praxiserfahrung).
  • Weiterbildungsnachweis in Systemischer Therapie, Systemischer Beratung, Systemisches Coaching, Systemische Supervision.
  • Möglichkeit zur Umsetzung systemischer Vorgehensweisen im Mediations-Kontext, um bereits während der Weiterbildung Mediation zu praktizieren. Hierfür haben die Teilnehmenden selbst Sorge zu tragen. 

Bewerbungen Mediation

Es werden folgende Bewerbungsunterlagen benötigt:

  • Bewerbungsbogen mit Passfoto (hier als pdf herunterladen)
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Nachweis einer mind. 3 jährigen Berufstätigkeit 
  • Nachweis der absolvierten grundständigen Weiterbildung

Die Platzvergabe erfolgt ab dem 1. November 2021. Spätere Bewerbungen sind auch nach diesem Termin möglich.

Kurstermine Systemische Mediation

Kursleitung: PD Dr. Joseph Rieforth 

Gäste: Liz Nicolai, Manuela Pegel, Ansgar Röhrbein, Markus Troja, Felix Wendenburg

 

Block 1 (Montag bis Donnerstag) 11.–14.04.2022 1. Tag 10:00 h
Block 2 (Montag bis Donnerstag) 23.–26.05.2022 1. Tag 10:00 h
Block 3 (Dienstag bis Freitag) 18.–21.10.2022 1. Tag 10:00 h
Block 4 (Dienstag bis Freitag) 29.11.–02.12.2022 1. Tag 10:00 h
Block 5 (Donnerstag bis Samstag) 19.–21.01.2023 1. Tag 10:00 h
Block 6 (Donnerstag bis Samstag) 02.–04.02.2023 1. Tag 10:00 h

Veranstaltungsort:       Helm Stierlin Institut

Teilnahmegebühr:        Euro 607,- (Block 1-4), Euro 455,- (Block 5-6) + einmalige Organisationsgebühr Euro 80,-

Kurszeiten:                   4-tägige Blöcke:            1.-3. Tag:            09:00 – 18:45 Uhr
                                                                                 4. Tag:             09:00 – 17:00 Uhr 

                                      3-tägige Blöcke:              1.-2.Tag:            09:00 – 18.45 Uhr 
                                                                                  3. Tag:            09:00 – 17:00 Uhr

Gruppengröße:             ca. 24 Personen