Systemische Kinder- und Jugendlichentherapie 2018/2019

An wen richtet sich die Weiterbildung?

AbsolventInnen mit einer dreijährigen systemischen Weiterbildung, die sich darauf aufbauend spezielle Fertigkeiten und Kenntnisse für die Systemische Kinder- und Jugendlichentherapie und -beratung aneignen wollen. Diese können in vielen Arbeitsfeldern eingesetzt werden: von klinischen Kontexten, wie Pädiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie, über kinderpsychotherapeutische Praxen und Erziehungsberatungsstellen bis hin zu Einrichtungen der Jugendhilfe und schulischen Kontexten.

Weiterbildungsinhalte

  • Theoretische Grundlagen
    Entwicklungspsychologie; persönliche Kompetenz für Kinder- und Jugendtherapie;
    Indikationen
  • Systemische Spielkiste
    Vermittlung eines breiten Methodenrepertoires mit Kindern und Jugendlichen in Einzel- und Familientherapie
  • Störungsspezifische Arbeitsweisen
    Maßgeschneiderte Vorgehensweisen für die Behandlung unterschiedlicher Symptome
  • Das Arbeiten mit speziellen Familienkonstellationen
  • Supervision für Fälle der TeilnehmerInnen

Themenschwerpunkte

1. Grundlagen

  • Entwicklungspsychologische Aspekte therapeutischer Methodenwahl
  • Bindungssicherheit und Bindungsmisstrauen
  • „Das Kind in der Therapeutin/dem Therapeuten“: biografische Quellen der therapeutischen Kompetenz
  • Settingwechsel: Familientherapie, Kinder-/Jugendtherapie, Elterncoaching
     

2. Systemische Spielkiste

  • Joining: Kontaktaufnahme mit schüchternen Kindern und skeptischen Jugendlichen
  • Enactments: Konflikte inszenieren und lösen
  • Skulpturen und Zeitlinien
  • Narrative Techniken: Geschichten neu erzählen
  • Sprechchöre: „Runterzieher-Sätze“ singend umtexten
  • Hausaufgaben: Das Familienleben aufmischen
  • Strategische und strukturelle Interventionen: Ungewohnte Koalitionen schmieden
  • Filme drehen und CD’s produzieren
  • Rituale: „Heilige Momente“ im Alltagsleben
  • Symbole: Kraftgebende „Power-Objekte“ erzeugen
  • Malerische Interventionen
  • Teile-Arbeit
  • Therapeutische Brettspiele
     

3. Störungsspezifisches Arbeiten

  • Identitätsfragen und Selbst(un)sicherheit
  • Soziale Ängste und Phobien
  • Traumen und Trauerreaktionen
  • Behinderungen
  • Psychosomatische Störungen
  • Chronische Erkrankungen
  • Suizidgefährdung von Jugendlichen
  • Verhaltensstörungen
  • Schulprobleme
     

4. Spezielle Familienkonstellationen

  • Einzelkinder vs. kinderreiche Familien
  • Trennung/Scheidung der Eltern
  • Alleinerziehende Mütter und Väter
  • Patchworkfamilien
  • Kinder in Heimgruppen und Internaten

Aufnahmevoraussetzungen

  • Abgeschlossenes Studium in einem psychosozialen Beruf
  • Eingangsvoraussetzungen für die Teilnahme an der Weiterbildung sind:

Zugang A
 
Hochschulabschluss mit sozial-/humanwissenschaftlicher Ausrichtung und psychosoziale Praxiserfahrungen und Abschluss einer DGSF-/SG-anerkannten Weiterbildung „Systemische Beratung oder Therapie"

 oder

Hochschulabschluss mit sozial-/humanwissenschaftlicher Ausrichtung und psychosoziale Praxiserfahrungen und Abschluss einer anderen curricular aufgebauten Weiterbildung im Spannungsfeld von Person, Rolle und Institution, Umfang mind. 300 UE von DozentInnen angeleitete Präsenzstunden,  als auch eine systemische, curricular aufgebaute Fortbildung mit einem Umfang von mind. 120 UE von DozentInnen angeleiteten Präsenzstunden

oder

Zugang B

ein qualifizierter Berufsabschluss im psychosozialen Bereich (mind. 3-jährige Berufsausbildung) und Abschluss einer DGSF-/SG-anerkannten Weiterbildung „Systemische Beratung oder Therapie"

oder

Zugang C

ein qualifizierter Berufsabschluss im psychosozialen Bereich (mind. 3-jährige Berufsausbildung) und Abschluss einer anderen curricular aufgebauten Weiterbildung im Spannungsfeld von Person, Rolle und Institution, Umfang mind. 300 UE von DozentInnen angeleitete Präsenzstunden, als auch eine systemische, curricular aufgebaute Fortbildung mit einem Umfang von mind. 120 UE von DozentInnen angeleiteten Präsenzstunden.

  • Berufspraxis mit Kindern und/oder Jugendlichen

Bewerbungen

Es werden folgende Bewerbungsunterlagen benötigt:

  • Bewerbungsbogen mit Passfoto (Bogen bitte anfordern bzw. als PDF herunterladen)
  • Nachweis der systemischen Weiterbildung
  • Nachweis der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Abschluss der Weiterbildung

Am Ende der curricularen Weiterbildung stellt das hsi eine detaillierte Weiterbildungsbescheinigung aus. Die Weiterbildung entspricht den Richtlinien „Systemische Kinder- und Jugendtherapie“ der SG und der DGSF. Die Weiterbildung ist von den Kammern (LÄK bzw. LPK Baden-Württemberg) für ÄrztInnen und PsychologInnen akkreditiert und für das Zertifikat anrechenbar.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung an:


hsi
Helm Stierlin Institut e.V.
Schloß Wolfsbrunnenweg 29
69118 Heidelberg

Kurstermine Systemische Kinder- und Jugendtherapie

Kursleiter: Rüdiger Retzlaff
GastdozentInnen: Gunter Joas, Jürg Liechti, Susy Signer-Fischer, Gitta Reuner, Lisa Schwinn, Manfred Vogt

Block 1 (Donnerstag bis Samstag) 22.–24.03.2018 1. Tag 10:00 h
Block 2 (Donnerstag bis Samstag) 07.–09.06.2018 1. Tag 10:00 h
Block 3 (Donnerstag bis Samstag) 06.–08.09.2018 1. Tag 10:00 h
Block 4* (Donnerstag bis Samstag) 13.–15.12.2018 1. Tag 10:00 h*
Block 5 (Donnerstag bis Samstag) 14.–16.03.2019 1. Tag 10:00 h
Block 6 (Montag bis Mittwoch) 03.–05.06.2019 1. Tag 10:00 h
Block 7 (Donnerstag bis Samstag) 12.–14.09.2019 1. Tag 10:00 h
Block 8 (Donnerstag bis Samstag) 28.–30.11.2019 1. Tag 10:00 h

Veranstaltungsorte:
Helm Stierlin Institut
Praxis Dr. Retzlaff, Im Weiher, 12, Heidelberg*

Zeit:
Beginn 1. Tag: 10:00 h
Ende 3. Tag: 14:00 h

Teilnahmegebühr:
Euro 370,– pro Block + einmalige Organisationsgebühr Euro 80,–

Gruppengröße:
ca. 24 Personen