Systemische Supervision und Mediation

An wen richtet sich die Weiterbildung?

Bevorzugt angesprochen sind Personen, die in psychosozialen, psychiatrischen und beratenden Einrichtungen Supervision und Mediation anbieten, z. B. ÄrztInnen, PsychologInnen, SozialpädagogInnen, SozialarbeiterInnen, SozialwissenschaftlerInnen, LehrerInnen, TheologInnen mit abgeschlossener Weiterbildung in systemischer Therapie/Beratung.

Weiterbildungskontexte

Im psychosozialen Feld nimmt die Nachfrage nach systemischer Supervision und Mediation ständig zu. So wächst auch der Bedarf an qualifizierten Weiterbildungsangeboten sowohl auf individueller wie auch auf institutioneller Ebene. Gerade im institutionellen Bereich kommen mehr und mehr Nachfragen nach systemischer Supervision und Mediation auch von Institutionen, die nicht primär systemisch ausgerichtet sind, da die Nützlichkeit des systemischen Ansatzes vor allem im schulenübergreifenden und multiprofessionellen Arbeitskontext in wachsendem Maß erkannt wird.

Weiterbildungsstruktur

Der Umfang der Weiterbildung entspricht den Richtlinien der SG insgesamt 300 UE, die sich wie folgt zusammensetzen:

  • 100 UE Theorie, Methoden
  • 75 UE Supervision
  • 25 UE Selbsterfahrung und Selbstreflexion
  • 20 UE Eigenarbeit, Literaturstudium etc.
  • 30 UE Intervision (professioneller Austausch in Studiengruppen)
  • 50 UE nachgewiesene Praxis in Form dokumentierter Beratungsarbeit von mindestens drei Prozessen

Die Weiterbildung unterteilt sich in 6 Weiterbildungsblöcke (Schwerpunkt Supervision 2018) und 3 Weiterbildungsblöcke (Schwerpunkt Mediation 2019). Falls keine Zertifizierung durch den Dachverband SG angestrebt wird, können die 6 Weiterbildungsblöcke Supervision auch allein gebucht werden.

Weiterbildungsinhalte Supervision

  • Theorien systemischer Supervision, Systemtheoretische und konstruktivistische Ansätze
  • Theorien sozialer Systeme, Organisation von Organisationen (Regeln, Hierarchien, Grenzen)
  • Funktionen von Supervision
  • Institutionelle Supervisionskontexte (Psychiatrie, Schule, Jugendhilfe, Sucht etc.)
  • Supervisionsmethoden (zirkuläres Fragen, Reflecting-Team, Metaphern, Skulpturvarianten, Aufstellungen, Zeitlinien, Sprechchöre, Rituale etc.)
  • Supervisionshaltungen (Neutralität, Allparteilichkeit, Respekt versus Respektlosigkeit, Gendersensitivity, Kontextsensibilität)
  • Supervisionsmuster (symmetrisch, komplementär) Sprachregeln, Sprachmuster, nonverbale und paraverbale Kommunikationsdimensionen
  • Supervisionsrahmen (Dauer, Häufigkeit, Akquisition, Marketing)
  • Supervisionssettings (Einzel-, Gruppen- und Teamsupervision, Konsultation, Fallsupervision etc.)
  • Supervisionsprozesse (Auftragsklärung, Ressourcenorientierung, Perspektivenwechsel, Feedbackschleifen etc.)
  • Ethische Fragen
  • Coaching, Konfliktmanagement, Institutionsinterne Supervision
  • Karriere- und Lebensplanung.

Aufnahmevoraussetzungen Supervision

  • Abgeschlossenes Studium in einem psychosozialen Beruf
  • Dreijährige Weiterbildung in Systemischer Therapie/Beratung bei einem der Mitgliedsinstitute der Dachverbände SG und DGSF
  • Fünf Jahre Berufspraxis
  • Supervisionstätigkeit

Bewerbungen Supervision

Es werden folgende Bewerbungsunterlagen benötigt:

  • Bewerbungsbogen mit Passfoto (Bogen bitte anfordern bzw. als PDF herunterladen)
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Nachweis der systemischen Weiterbildung (Therapie/Beratung )
  • Nachweis der Supervisionstätigkeit

Die Bewerbungen für die Weiterbildung Systemische Supervision und für Systemische Mediation erfolgen unabhängig voneinander.

Abschluss Weiterbildung Systemische Supervision und Mediation

Die Weiterbildung Systemische Supervision und Mediation entspricht in ihrem Umfang den Richtlinien des Zertifikats „Systemische Supervision“ der Systemischen Gesellschaft (SG). Die Weiterbildung Systemische Supervision und Mediation ist von den Kammern (LÄK bzw. LPK Baden-Württemberg) für ÄrztInnen und PsychologInnen akkreditiert und ist für das Fortbildungszertifikat mit 160 bzw. 240 Punkten (Systemische Supervision und Mediation) anrechenbar.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung bis 30. September 2017 an:
hsi
Helm Stierlin Institut e.V.
Schloß Wolfsbrunnenweg 29
69118 Heidelberg

Kurstermine Systemische Supervision

Kursleiterinnen: Andrea Ebbecke-Nohlen (Blöcke 1–3), Liz Nicolai (Blöcke 4–6)
Gastdozenten: Jochen Schweitzer, Tom Levold

Block 1 (Montag bis Mittwoch) 12.–14.03.2018 1. Tag 10:00 h
Block 2 (Montag bis Mittwoch) 23.–25.04.2018 1. Tag 10:00 h
Block 3 (Montag bis Mittwoch) 28.–30.05.2018 1. Tag 10:00 h
Block 4 (Donnerstag bis Samstag) 12.–14.07.2018 1. Tag 10:00 h
Block 5 (Donnerstag bis Samstag) 13.–15.09.2018 1. Tag 10:00 h
Block 6 (Donnerstag bis Samstag) 08.–10.11.2018 1. Tag 10:00 h

Veranstaltungsorte:
Helm Stierlin Institut

Zeit:
Beginn 1. Tag: 10:00 h
Ende 3. Tag: 14:00 h

Teilnahmegebühr:
Euro 440,– pro Block + einmalige Organisationsgebühr Euro 80,–

Gruppengröße:
ca. 24 Personen

Kurstermine Systemische Mediation

Die Kurstermine für den Weiterbildungsteil „Systemische Mediation“ 2019 werden im Kursprogramm 2019 angekündigt.